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  Franziska Walser und Edgar Selge
Schauspieler und Schirmherren von BASTA
 
 
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Amor, Äskulap & Co von Axel Karenberg,
Hervorgegangen aus einer Reihe von Vorlesungen insbesondere für Anfangssemester der Medizin stellt der Autor in 24 Kapiteln dar, wie Gestalten der Mythologie oder der Bibel namensgebend sind für Krankheiten, Medikamente oder Körperteile.

Jeder Sportler kennt die Achillessehne, die wenigsten wissen aber, warum diese so heißt. Und so begegnen wir noch weiteren mythologischen Figuren wie Amor, Ödipus, Elektra, Minerva, Sirenen, Zyklopen oder Chemären.

In aufschlussreichen und unterhaltsamen Erklärungen werden medizinische Phänomene nicht nur aus der Mythologie, sondern auch aus der Bibel und der Literatur abgeleitet. So begegnen wir zum Beispiel dem Adamsapfel, Hiobs Haut, aber auch dem Lügenbaron Münchhausen oder dem jungen Werther.

Gelegentlich waren auch verdiente Ärzte namensgebend (Basedow, Alzheimer) oder ihre Patienten (Hartnup-Krankheit, Daltonismus).

Die instruktive und amüsante Lektüre ist nicht nur für Fachleute wie Ärzte und Medizinstudenten zu empfehlen, sondern auch für medizinische Laien, die keine Angst vor medizinischen Fachausdrücken haben. Ein positiver Nebeneffekt ist die Auffrischung der griechisch-römischen Mythologie, einzelner biblischer Geschichten und das Wiedersehen mit Gestalten der Literatur.

Der Epilog des Buches bietet unter Verwendung von Tabellen eine Zusammenfassung des Wichtigsten. Ein Glossar im Anhang gibt noch einmal eine kurze Erklärung der namensgebenden Gestalten.

Insgesamt gesehen ist das locker geschriebene Buch ein Gewinn für Mediziner und Nichtmediziner, die interessiert daran sind, wie manche medizinischen Fachausdrücke zu ihrem Namen kamen.

Zum Autor: Axel Karenberg, geboren in Frankfurt am Main, studierte von 1976 bis 1983 Medizin. Auf eine Weiterbildung zum Facharzt für Neurologie und Psychiatrie folgte die Assistenzzeit am Institut für Geschichte der Medizin in Köln. In diesem Fach habilitierte er sich 1994 und wurde im Jahr 2000 zum Professor ernannt. Einjähriger Aufenthalt an der Medical School der University of California at Los Angeles, außerdem Lehrauftrag für „Terminologie mèdicale“ an der Université du Luxembourg.

Amor, Äskulap & Co. Klassische Mythologie in der Sprache der modernen Medizin, Schattauer (November 2004), 205 Seiten, 55 Abb., gebunden. ISBN 3-7945-2343-1 (J.S.)


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Bevor die Stimmen wiederkommen. Vorsorge und Selbsthilfe bei psychotischen Krisen. von Andreas Knuf
Wie mächtig sind Psychosen? Anke Gartelmann und Andreas Knuf haben gemeinsam mit Psychose-Erfahrenen und deren Vertrauenspersonen Antworten auf diese Frage gesucht. Herausgekommen ist eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Psychosevorsorge und Selbsthilfe, die sie für diesen Ratgeber systematisch zusammengetragen haben. Er bietet konkrete Hilfe auf Fragen wie: Was kann ich tun, damit ich mich wohlfühle? Wie gehe ich mit Belastungen angemessen um? Wie erkenne ich Krisen rechtzeitig? Welche Absprache treffe ich für die Krisenzeit? Wie spreche ich über den Wahn-Sinn? Was kann ich für die zeit nach der Krise tun? Das Buch enthält eine Fülle von Tips und Anregungen sowie einen Vorsorgebogen und einen Krisenpaß zur persönlichen Benutzung.

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Bipolar - Leben mit extremen Emotionen von Eberhard J. Wormer
Das 2002 erschienene Buch von Eberhard Wormer, das in diesem Jahr mit dem Medienpreis “Bipolar” ausgezeichnet wurde, füllt eine bis dahin bestehende Lücke, nämlich einen Ratgeber über diese Thematik für Betroffene und deren Angehörige. Der Autor ist Mediziner, aber kein Psychiater.
Das 224 Seiten umfassende Werk ist in 16 Kapitel gegliedert. Die ersten Kapitel befassen sich mit den Charakteristika und Ursachen der Erkrankung, deren Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten. Dabei legt der Autor großen Wert auf eine objektive und allgemeinverständliche Darstellung ohne wertend zu sein. Es folgt ein Kapitel mit dem Titel “Das bipolare Genie”, in dem dargelegt wird, dass viele berühmte Persönlichkeiten aus Politik, Literatur, Musik, Malerei, usw. trotz oder gerade wegen dieser Erkrankung zu großem Schaffen fähig waren. Die nächsten beiden Kapitel wenden sich direkt an Betroffene und deren Angehörige. Der Autor zeigt Möglichkeiten auf, wie der einzelne und sein näheres soziales Umfeld mit dieser Erkrankung umgehen können. Die nachfolgenden Kapiteln befassen sich mit der Stigmatisierung durch die Gesellschaft, Patientenrechten sowie der Problematik der Verschuldung und Auswege aus dieser. Das Buch schließt mit einer Selbstbeurteilungsskala zu Depression und Manie, vielen Kontaktadressen sowie Hinweisen auf Literatur, Filme und Dokumentationen zur Thematik.

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Delirium und Wahn. Geschichte, Selbstzeugnisse und Theorien von der Antike bis 1900. (2 Bde.) von Burkhart Brückner
Was bedeutet es, wahnsinnig zu sein? Mit dieser Leitfrage wird die Geschichte des Wahns in zwei Bänden von der Antike bis ins 20. Jahrhundert entfaltet. Im Mittelpunkt stehen über 120 autobiographische Dokumente, Briefe und Tagebücher über persönliche Erfahrungen von "Delirium" und Wahn. Diese patientengeschichtliche Kultur des Schreibens über schweres psychisches Leid wird im Verhältnis zur umfassend belegten, abendländischen Theorien­geschichte der Psychosen untersucht. Im Anschluß an den Stand der internationalen Forschung kommen historisch-kritische und qualitativ-empirische Methoden zum Einsatz, um die Bedeutung der Selbstzeugnisse lebensweltnah zu rekonstruieren. So werden die Schnitt­punkte zwischen der europäischen Wissenschaftsgeschichte, der Sozialgeschichte der Psychiatrie und einer Geschichte des Wahns "von unten" sichtbar – durch Analysen der Perspektiven, Lebensumstände und narrativen Strategien der betroffenen Menschen. Der erste Band thematisiert die Epochen von der Antike bis zur Aufklärung, der zweite Band konzentriert sich auf deutschsprachige Quellen des 19. Jahrhunderts.

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Die Angehörigengruppe. von den Herausgebern: Heinz Deger-Erlenmaier, Susanne Heim, Bertram Sellner
Lange Zeit wurden sie gar nicht wahrgenommen, und auch heute gehören sie nicht unbedingt zu den Lieblingskindern der professionellen Psychatrie-Mitarbeiter: die Angehörigen. Andererseits: Die Behandlung, Betreuung und Begleitung psychisch kranker Menschen ohne die Einbeziehung ihrer Angehörigen ist schon fast der Kategorie 'Kunstfehler' zuzuordnen. Dabei ist die Arbeit mit Angehörigen heutzutage keine Kunst mehr. Daß sie sogar Spaß machen kann, das will diese Arbeitshilfe beweisen. Im Mittelpunkt steht die Dokumentation von Bertram Sellner, der am Klinikum Regensburg die Arbeit mit Angehörigengruppen initiiert und über lange Zeit begleitet hat. Viele praktische Tips, Gesprächshilfen und nützliche Reflexionen schließen sich an.

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Die Löwin und der Fisch - Ein Mutmachmärchen von Ursula Meisinger
Eine kleine Löwin verläuft sich in der Wüste und trifft auf ihrer Suche nach ihrem Rudel einen kleinen blauen Fisch, der einsam und allein in einem winzigen Tümpel lebt. Die beiden ungleichen Tiere freunden sich an. Irgendwann erwacht in dem Fisch die Sehnsucht nach dem Meer. Er möchte so gerne dorthin gelangen, weiß jedoch nicht, wie das gehen soll. Die kleine Löwin verspricht ihm zu helfen, doch zuerst einmal will sie ihr Rudel wiederfinden. Sie setzt ihre Suche fort, der Fisch wartet und wartet... und bald scheint es, als hätte sie ihn für immer vergessen.

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Flaschenpost nach irgendwo von Schirin Homeier und Andreas Schrappe
Das Kinderbuch „Flaschenpost nach irgendwo“ von Schirin Homeier und Andreas Schrappe zeigt eindrücklich, was ein alkoholkranker Elternteil für Kinder bedeuten kann. Besonders gelungen ist es, die Problematik kindgerecht darzustellen. Damit füllt das Buch eine Lücke in der Literatur zum Thema Alkoholabhängigkeit.
Das Buch besteht aus drei Teilen: Der erste Teil ist eine Bilderserie für Kinder, die schildert, wie eine Familie nach und nach durch die Sucht des Vaters in Schwierigkeiten gerät und wie sie sich daraus befreit. Eine besondere Rolle spielt dabei auch die Mutter, die den Vater anfangs deckt und sich schließlich von ihm trennt. Bei dem zweiten Teil handelt es sich um einen Ratgeber für Kinder, der in einfacher Sprache gehalten ist. Dabei kommen auch die Gefühle der Kinder zur Sprache, die auf der einen Seite den erkrankten Elternteil vermissen, auf der anderen Seite aber oft enttäuscht von ihm sind. Selbst Angstgefühle gegenüber dem kranken Elternteil sind keine Seltenheit. Teil drei, ebenfalls ein Ratgeber, wendet sich an Eltern und Bezugspersonen, die dem Kind eventuell helfen können. Wichtig ist vor allem, dass die Kinder jemanden finden, mit dem sie über ihre Probleme reden können. Sonst besteht die Gefahr, dass sie selbst später alkoholabhängig werden. Es gibt aber auch Kinder, die weniger gefährdet sind. Sie zeichnen verschiedene Merkmale aus:
 Sie begreifen ihre schwierigen Lebensumstände als Herausforderung und sehen klar, dass nicht sie selbst, sondern die elterliche Sucht und andere Umweltbedingungen für die Belastungen verantwortlich sind.
 Sie verfügen über Humor als Instrument der Selbstdistanzierung und Erleichterung und über ein eigenständiges, tragfähiges Wertesystem.
 Sie nutzen ihre Talente effektiv, zeigen Kreativität und Initiative.
 Sie haben ein spezielles Hobby, das sie zusammen mit Freunden ausüben, und nehmen an Gemeinschaftsaktivitäten wie Schülerbands und Theatergruppen teil.
 Sie haben mindestens eine nahe Freundin / einen nahen Freund und können in Krisenzeiten auf eine informelles Netzwerk von Nachbarn, Gleichaltrigen und Älteren zurückgreifen.
 Sie richten sich die Schule als einen Bereich ein, in dem sie sich wohl und akzeptiert fühlen.


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Ich hasse dich, verlaß' mich nicht. Die schwarzweiße Welt der Borderline- Persönlichkeit. von Jerold J. Kreisman, Hal Straus
Ein Leben in Extremen! Endlich liegt ein Buch vor, das sich breit verständlich mit der Borderline- Persönlichkeitsstörung auseinandersetzt. es veranschaulicht mit vielen Fallbeispielen die Symptomatik dieser wenig erforschten Krankheit und stellt verschiedene Therapiemöglichkeiten vor.

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Im Zwiespalt der Seele : Erfahrungen mit einer endogenen Psychose von Manfred Kruse
Manfred Kruse schildert eindrucksvoll, aber auch erschütternd den Verlauf seiner Psychose und seiner Heilung. "Als Fazit ist hinzuzufügen, dass ich in einer fiktiven Luftblase lebe, die ich mir selber in den letzten Jahren inituitv maßgeschneidert habe, um überleben zu können." Wie früher in seinem ursprünglichen Beruf arbeiten kann er nicht mehr. Eine der Ursachen für seine Erkrankung sieht er heute in seinem preußischen Pflichtbewusstsein, das Disziplin und Fleiß in den Vordergrund stellt, das Bedürfnis nach Distanzierung von überfordernden Stresssituationen aber ignoriert. Mehrere Wiedereingliederungsversuche in den alten Beruf als Elektroingenieur sind gescheitert. Trotz seiner Erwerbsunfähigkeit hat sich Manfred Kruse das Leben zurückerobert, musste damit ganz von vorn beginnen, weil die alten Muster nicht mehr taugten. Ein langwieriger und mühsamer Prozess, der sich aber gelohnt hat und all jenen Mut machen kann, die die Hoffnung verloren haben. Sie lässt sich wiederfinden in zunächst kleinen Schritten, die sich dann zu einem individuellen Lebenskonzept zusammensetzen, damit das Leben wieder Freude macht nach den dunklen Zeiten der Depression und der Angst. Behutsam und verantwortungsvoll geht er vor allem mit den Medikamenten um, ohne die es für viele kein menschenwürdiges Dasein gibt und so ein Leben am Rande der Gesellschaft vermieden werden kann. Auch seine Familie hat die Belastungen überstanden, was den Heilungserfolg durch menschlichen Halt verstärkte. Die seelischen Katastrophen sind überwunden, und er besitzt die besten Aussichten, auch gesund zu bleiben, wenn er weiterhin vermeidet, gegen sich selbst zu leben, sich selbst zu verlieren. Eine Gefährdung, die sicher viele betrifft, aber nicht für alle in einer Psychose enden muss. Somit kann sein Buch für alle Gefährdeten auch als Warnung verstanden werden.
(G. Kühner)

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Lebensfreude zurückgewinnen - Ratgeber für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige von Gabi Pitschel-Walz
Der Ratgeber umfaßt neun Kapitel. Neben den kurzen und prägnanten Informationen über die Erkrankung, ihre Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten, widmet sich ein eigenes Kapitel den Selbstheilungskräften der Erkrankten (“Was kann man selbst tun, um aus einer depressiven Krise herauszukommen und langfristig gesund zu bleiben?”). Danach folgt ein Kapitel, das sich mit Ratschlägen an Angehörige wendet. Im Weiteren werden behandelt, was im Krisenfall zu tun ist, welche Unterstützung Selbshilfegruppen bieten können und welche professionelle Hilfen es gibt. Abschließend werden Literatur und Adressen genannt.
Der Ratgeber gefällt durch seine klare Gliederung und sein ansprechendes Layout. Er ist knapp, einfühlsam und gut verständlich geschrieben. Hervorzuheben ist der Appell an die Selbstheilungskräfte der Betroffenen, dass sie sehr wohl Möglichkeiten haben, sich wie der Baron von Münchhausen “am eigenen Schopfe aus dem Sumpf zu ziehen”. Die Ratschläge, die im Buch erteilt werden, sind darüber hinaus für jedermann geeignet, um die Richtige Balance im Leben zu finden und Stress zu bewältige

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Mit psychisch Kranken leben. Rat und Hilfe für Angehörige. von Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V. (Herausgeber)
Psychische Erkrankungen sind nicht selten. Aber sie machen Angst und sie sind nicht nur eine Belastung für den Kranken, sondern auch für die Angehörigen. Über 50% der Menschen mit einer psychischen Krankheit werden von ihren Angehörigen betreut. Diese fragen sich nicht nur besorgt, woher die Krankheit kommt, wer Schuld an ihrer Entstehung ist, wie man sie behandelt, sondern auch, wie man selbst mit dem psychisch Kranken umgehen kann, ohne die eigenen Belastungsgrenzen zu überschreiten. Viel zu oft ziehen sich Angehörige zurück, aus Scham, jemanden mit einer psychischen Krankheit in der Familie zu haben. Sie fühlen sich ausgegrenzt, überfordert und hilflos.

Erfahrungen anderer Angehöriger entlasten und zeigen, wie man familiären Problemen begegnen kann. Fundiertes Wissen trägt dazu bei, eigene Vorurteile abzubauen, denen anderer gelassen zu begegnen und sich selbst notwendige Hilfen zu holen.

Dieses Handbuch bietet Rat und Hilfe für Angehörige psychische Kranker. Es informiert über die häufigsten psychischen Krankheiten, verschafft einen Überblick über das psychosoziale Versorgungssystem, stellt die wichtigsten psychotherapeutischen Verfahren vor, beschreibt die Wirkungsmöglichkeiten von Psychopharmaka, fasst die wichtigsten Rechtsbegriffe von A wie Akteneinsicht bis Z wie Zwangseinweisung zusammen, dokumentiert die Arbeit der Angehörigenbewegung und benennt Anlaufstellen im System der Hilfen und Selbsthilfe.

Die Summe der Erfahrungen aus über zwei Jahrzehnten Angehörigenbewegung kann helfen, mit den Auswirkungen der Krankheit im Alltag der Familie besser zurecht zu kommen.



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Mit Schizophrenie leben. Informationen für Patienten und Angehörige. von Werner Kissling, Gabriele Pitschel-Walz
Die Schizophrenie gehört zu den schwerwiegendsten psychischen Störungen und stellt eines der größten medizinischen und sozialen Probleme unserer Zeit dar. Die Krankheit greift tief in die Psyche und damit in das Leben der Betroffenen und das ihrer Angehörigen ein. Patienten und ihr Umfeld wissen häufig nur schlecht mit dieser Krankheit umzugehen, selbst medizinisch Tätige sind oft überfordert.
Dieses Buch vermittelt Menschen, die an Schizophrenie erkrankt sind, und ihren Angehörigen wichtige Informationen über die Krankheit. Neben allgemeinen Hinweisen zur Schizophrenie werden praktische Übungen und Ratschläge für den Alltag und das Leben mit der Krankheit vermittelt. Weiterhin enthält es Vorschläge, wie Betroffene mit ihrer Familie und mit dem Behandlungsteam zusammenarbeiten können und wie die Behandlungspläne, die für den einzelnen Patienten zusammengestellt werden, bestmöglich umzusetzen sind. Im Vordergrund steht das Ziel, wieder eine hohe Lebensqualität zu erlangen. Betroffene u nd ihre Angehörigen erhalten wertvolles Wissen und praktische Ratschläge, die ihnen helfen, so weit wie möglich wieder zum gewohnten Leben zurückzukehren und alle Einflüsse zu vermeiden, die eine Verschlechterung der Erkrankung oder einen Rückfall hervorrufen könnten.

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Mittendrin und nicht dabei. Mit Depressionen leben lernen. von Ruedi Josuran, Verena Hoehne, Daniel Hell
Ein Mann und eine Frau, beide tätig in der Medienbranche, sind wortgewandt und erfahren in öffentlichen Auftritten. Der Mann ist ein beliebter Radiomoderator, die Frau arbeitet vorwiegend als Moderatorin, Filmemacherin und Sprecherin für das Fernsehen. Beide haben Erfolg. Und beide leiden unter Depressionen. Mit einem TV-Auftritt, in dem er sich zu seiner Krankheit bekennt, lößt der Radiomoderator eine große Welle der Sympathie in der Öffentlichkeit und ein Aufatmen bei vielen Leidensgenossen aus. Das Buch zeichnet auf emotional packende Art die Geschichte der beiden Journalisten nach und wird ergänzt durch fachlich kompetente Kommentare des Psychiaters Prof. Dr. Daniel Hell. Im fachlichen Teil werden die verschiedenen Ursachen, die zu Depressionen führen, dargestellt, der neueste Stand der Forschung erläutert und Therapieformen ausführlich geschildert. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Psychose und Partnerschaft. von Helene und Hubert Beitler
Eine Psychose beeinträchtigt nicht nur den betroffenen Menschen selbst. In Mitleidenschaft gezogen werden insbesondere die Lebenspartner. Der gesunde Partner muss plötzlich eine Vielzahl von durcheinander geratenen Aufgaben des alltäglichen Lebens meistern: den Kranken "betreuen" und dessen Angelegenheiten (Arbeitsstelle etc.) regeln, die Kinder müssen versorgt, der Haushalt organisiert, fachliche Unterstützung gesucht und koordiniert werden.
Helene und Hubert Beitler beschreiben alle zentralen Fragen, die sich in Ehen oder ähnlichen Beziehungen stellen, wenn einer der beiden Partner erkrankt. Anschaulich, mit vielen Beispielen und einer Fülle guter Tipps geben sie Hilfestellungen. Partner, die eine psychotische Krise miteinander bewältigen wollen, ohne ausschließlich auf die Klinikeinweisung zu setzen, finden in diesem Buch Orientierungen für den eigenen Umgang vor, während und nach Krisen.

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Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis. Ein Ratgeber für Patienten und Angehörige. von Josef Bäuml
Wer besser informiert ist, macht weniger falsch. Aufklärung und Information ist auch das Ziel dieses erfolgreichen Ratgebers. Er gibt anschauliche und gut verständliche Antworten auf die wichtigsten Fragen zu psychotischen Erkrankungen und den erforderlichen Behandlungsmaßnahmen. Dadurch lassen sich Mißverständnisse und Fehleinschätzungen vermeiden, die zu Spannungen und Enttäuschungen führen können. Gleichzeitig ist das Buch ein praktischer Leitfaden für Gespräche mit den professionellen Helfern.Da das Verständnis gerade für die medikamentöse Behandlung häufig große Schwierigkeiten bereitet, wird besonderer Wert darauf gelegt, die Notwendigkeit dieser Behandlung zu begründen und auf ihre Verknüpfung mit ergänzenden Therapieverfahren hinzuweisen.


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Schatternreich. Lyrik aus der Psychiatrie von Peter Teuschel (Hrsg)
Ins Gespräch kommen psychisch Kranke meist nur, wenn die Medien von spektakulären Einzelfällen berichten. Gewalt kommt bei Betroffenen jedoch ähnlich selten wie in der „gesunden“ Bevölkerung vor. Über die überwiegende Mehrheit der meist spirituellen Grenzgänger hören wir wenig. Der Herausgeber und Psychiater Peter Teuschel wagt diesen Versuch mit einer Gedichtsammlung von Betroffenen, in denen sich jeder wiederfinden kann. Leider setzt sich nur langsam ein realistisches Bild dieser tabureichen Erkrankung durch.

Eine Gesellschaft, deren Unzulänglichkeiten und Ungerechtigkeiten nicht selten von diesen Menschen allzu deutlich erkannt werden, könnte diesen oft durch Unverstand Ausgegrenzten mehr Aufmerksamkeit widmen. Lernen wir also von ihnen die“Aufrichtigkeit“, die Konstantin Wecker im Vorwort anspricht. Beleuchten wir unser Dasein im Sinne eines existentiellen Hinterfragens im Blick und in der Sprache der Sensibilisierten. Zu wünschen wäre die Überwindung der Anonymität durch eine schadlose Offenbarung, in der sich der Mensch zeigt und nicht die Diagnose, durch die wir auf Distanz gehen! Diese Brücke ist noch nicht geschlagen. Immerhin wird der Hoffnungsschimmer sichtbar in verwundeten Zeiten: im Gedicht als Teil eines Ganzen in einer zu entdeckenden Vernetzung, wie sie eine Lyrikerin deutlich empfindet. In der Zusammenstellung von Peter Teuschel leistet hier einen Beitrag für ein neues Selbstbewusstsein.

Text:Gabi Kühner


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Schizophrenie. Die Krankheit verstehen. von Asmus Finzen
Asmus Finzens Buch kann als Ratgeber gelesen werden. Es ist aber sehr viel mehr. Es richtet sich gleichzeitig an Betroffene, Angehörige und Professionelle. Das Besondere dieses Buches ist aber nicht nur der Inhalt und die Verstehbarkeit. Das Besondere ist die Möglichkeit einer gemeinsamen Sprache für Betroffene, Angehörige und Professionelle ein Beweis dafür, daß Verständigung möglich ist. Das Besondere ist die - zu seltene - wissenschaftliche Prosa.

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Schizophrenie. Ursachen, Verlauf, Therapie, Hilfen für Betroffene. von Silvano Arieti
Silvano Arieti zeigt in seinem umfassenden Überblick über Entstehung, Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten, daß es Wege im Umgang mit der Schizophrenie gibt und daß sie eines vor allem ist: eine in nicht wenigen Fällen heilbare Krankheit.

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Stigma – Diskriminierung – Bewältigung. Der Umgang mit sozialer Ausgrenzung psychisch Kranker. von Gaebel, Möller, Rössler (Hrsg.):
Mit diesem Buch liegt erstmals ein umfassendes deutschsprachiges Werk zum Thema Stigmatisierung von psychisch erkrankten Menschen vor. In acht Kapiteln werden alle wichtigen Aspekte dieser Problematik von renommierten deutschsprachigen und internationalen Fachleuten behandelt. Zusätzlich findet sich ein ausführliches Kapitel, in welchem Betroffene und Angehörige ihre persönlichen Erfahrungen schildern.
Die ersten beiden Kapitel beschäftigen sich mit den sozialen Folgen, den Formen und der Entstehung von Stigmatisierung und Ausgrenzung. Daneben wird auch auf das interessante Phänomen der Stereotypenbildung eingegangen. Im nächsten Kapitel wird untersucht, welches Bild von psychisch Kranken und psychiatrischen Behandlungsformen in der Bevölkerung, den Medien und im Film vorherrscht. Es wird darauf hingewiesen, dass schizophrene Erkrankungen besonders stark mit negativen Vorurteilen behaftet sind. Folglich erfährt diese Patientengruppe die stärkste soziale Ausgrenzung. Nach den Erfahrungsberichten von Betroffenen und Angehörigen werden im anschließenden Kapitel die Behandlung und Versorgung von psychisch Erkrankten dargestellt. Hier lässt sich feststellen, dass durch die Psychiatriereform zwar die Versorgung erheblich verbessert werden konnte, allerdings die soziale Integration von psychisch Kranken im Alltag und Arbeitsleben immer noch mangelhaft ist. Das folgende Kapitel stellt Versuche dar, Diskriminierung und Stigmatisierung zu überwinden. Der Buchtitel spricht zwar von Bewältigung, in Wirklichkeit liegt dieses Ziel allerdings noch in weiter Ferne. Trotzdem gibt es erfolgsversprechende Ansätze und Interventionsmöglichkeiten. Wie diese derzeit international und im deutsprachigen Raum umgesetzt werden, führt das anschließende Kapitel aus. In diesem Zusammenhang werden auch das Schul- und Polizeiprojekt von BASTA als gelungene Anti-Stigma-Projekte hervorgehoben. Im Schlusskapitel fassen die Herausgeber nochmals die wichtigsten Punkte zusammen. Das Buch umfasst 295 Seiten. Die Buchbeiträge sind mit ausführlichen Literaturempfehlungen versehen. Am Ende des Buches findet sich ein kurzer Anhang mit Adressen von Organisationen und Verbänden.
Abschließend lässt sich sagen, dass dieses Buch einen umfassenden und fundierten Überblick zur Thematik gibt. Bleibt zu wünschen, dass die derzeitigen Aktivitäten und Bemühungen vieler Gruppen und Einzelpersonen dem Ziel, nämlich der Bewältigung von Stigma und Diskriminierung psychisch Erkrankter, bis zur 2. Auflage des Buches einen Schritt näher kommen.



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Weg aus dem Chaos. von Heinz-Peter Röhr
Experten schätzen, daß mehr als ein Drittel aller Psychotherapiepatienten mehr oder weniger ausgeprägt am sogenannten Borderline-Syndrom leiden. Für sie gibt es nur ein Entweder-Oder. Anhand des Märchens "Hans mein Igel" vermittelt der Autor einfühlsam das notwengige Wissen über Entstehung, Verlauf und Heilung der Borderline-Störung.

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Wenn Frauen töten - Psychiatrische Annäherung an das Phänomen weiblicher Gewalt von Michael Soyka
Renzension:
Michael Soyka
Wenn Frauen töten
Psychiatrische Annäherung an das Phänomen weiblicher Gewalt



In seinem im Frühjahr 2005 im Verlag Schattauer erschienenen Buch setzt sich Michael Soyka, Professor an der Klinik für Psychiatrie und Psychotheapie der Ludwig-Maximilans-Universität München und erfahrener Gerichtsgutachter, anhand von sechs unterschiedlichen Fällen mit Erscheinungsformen weiblicher Gewalt auseinander.

Mit genauem Wissen stellt Michael Soyka detailliert und so für den Lesenden gut nachvollziehbar jeweils Tathergang, entscheidende Stationen auf dem Lebensweg und psychische Gegebenheiten der sechs Frauen dar und kennzeichnet dann Prozess und Gerichtsurteil. Durch die sorgfältig durchgeführte Analyse der Psyche der jeweils betroffenen Frau gewinnen die Ausführungen des psychiatrischen Gutachters für den interessierten Laien an Aussagekraft und ermöglichen es ihm, Einblick in die Arbeit der forensischen Psychiatrie zu nehmen. Die sachlich referierende Darstellungsweise unterstützt den Leser/ die Leserin darin, eigene Gedanken zu entwickeln, besonders im Hinblick auf Doppelfunktion der betroffenen Frau als Täterin und Opfer. Die daneben immer wieder deutlich werdende mitmenschliche Anteilnahme des Autors lässt die Darstellungen plastischer werden und regt an nachzudenken. Angesichts der schrillen, absatzorientierten Aufbereitung von Gewalttaten in vielen Medien erläutert Michael Soyka Hintergründe und bietet so mit seinem Buch Orientierungshilfe an.

(H.Ch.)


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Zwischen Bremen und Franken. Rückblicke auf ein gewandeltes Leben von Manfred Kruse
Manfred Kruse beschreibt in seinen Erinnerungen eine „erlebnisreiche und harmonische“ Kindheit und Jugendzeit. In den Erlebnissen mit seiner Familie und mit seinen Freunden gab es keine Vorankündigungen seiner schweren Psychose, die ihn 1985 aus dem Berufsleben herausriss, nachdem er zehn Jahre erfolgreich als Elektroingenieur gearbeitet hatte. Dieser Belastung war er irgendwann nicht mehr gewachsen. Nach etwa drei Jahren Psychiatrie begann ein von schweren Depressionen gekennzeichneter Weg, durch den er sein Leben und seine Wertvorstellungen völlig veränderte. Er betrachtet diesen Weg als Selbstfindung und Reifung. Er hat sich in der Folge eine Reihe von erfüllenden Hobbys zugelegt, die heute neben seiner Familie den Lebensmittelpunkt und den Sinn seines Lebens ausmachen. Geholfen haben ihm die idyllischen Kindheitserinnerungen, die seine Gefühlswelt heute stabilisieren. Der nicht mehr erwerbstätige Autor verbringt seine Zeit mit Schreiben, Fotografieren, Radfahren und Gartenarbeiten. Bis dahin hatte er eine mühevolle langjährige Krankheitsepisode zu überstehen. Es ist ihm ein Anliegen, Spuren zu hinterlassen. Aber vor allem zeigt er mit seinem Buch, wie wichtig es ist, nach einer schweren Erkrankung wieder Orientierung zu finden.
Gabi Kühner


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