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  Franziska Walser und Edgar Selge
Schauspieler und Schirmherren von BASTA
 
 
LERNPAKET "Psychisch Kranke" für SCHULE - Feedback

Ziele
Umsetzung
Feedback


Schulklasse aus Brannenburg (Bayern) präsentiert die Ergebnisse einer im Rahmen des Schulprojektes von BASTA durchgeführten Umfrage (Februar 08).

"Ich dachte immer, Schizophrenie sei eine gespaltete Persönlichkeit. Jetzt weiß ich, dass die Patienten, die diese Krankheit haben, die Welt in zwei Versionen sehen. (...)"

"Die Aktion hat mir sehr gut gefallen. In Bezug auf psychisch Kranke eine Anti-Stigma Aktion zu starten, kann nur Vorteile bringen. Den Besuch von Herrn H. fand ich nicht nur sehr informativ, sondern auch sehr mutig. Er beantwortete offen alle Fragen und war stets freundlich. Wir wurden zeitweise stark in die Aktion involviert, z.B. durch die Umfrage, die wir machten, was mir sehr gut gefallen hat. (...) Alles in allem halte ich das Projekt für sehr gelungen."

"Ich fand das Projekt sinnvoll, da z.B. das weitverbreitete Missverständnis, dass Schizophreniekranke eine zweigespaltene Persönlichkeit haben, aufgeklärt wurde. Durch die Begegnung konnten die Informationen viel genauer vermittelt werden.

(...) Die Umfragen, die wir im Zusammenhang mit Schizophrenie gestartet hatten, waren zum Titel sehr erstaunlich, da die meisten Menschen nicht Bescheid wissen. (...)"

"Ich finde, dass BASTA eine super Sache ist und hoffe, dass noch viele Menschen über Schizophrenie aufgeklärt werden, da es doch viele Betroffene gibt und die Presse diese Krankheit in Verruf bringt. Das geht auch sehr einfach, weil die meisten Menschen nichts oder nur schlechte Dinge über Schizophrenie Kranke hören. In den Medien und in den Köpfen der Menschen wird Schizophrenie meist mit brutalen und aggressiven Kranken in Verbindung gebracht. Weil das nicht so ist, muss etwas unternommen werden! Alle Menschen haben das Recht, normal behandelt zu werden. Ich fand die Aufklärung sehr interessant und informativ, aber leider viel zu kurz. Ich werde bestimmt keine Vorurteile gegen Menschen mit der Krankheit haben und werde versuchen, mein Wissen weiterzugeben."

Von Schülern der Städt. BFS für Diätetik, Hauswirtschaft und Sozialpflege im beruflichen Schulzentrum, in der Antonienstr. 6, München.


"Ich finde das Projekt sehr gut. Es gibt Aufschlüsse darüber, wie man sich psychisch Kranken gegenüber verhalten soll und dass es keine Spinner sind. Vor allem über die Krankheit Schizophrenie ist man sehr gut aufgeklärt worden, da ich persönlich ziemlich wenig, wenn überhaupt etwas wusste. Vor allem der Besuch eines schon seit vielen Jahren Erkrankten war aufschlussreich. Ich habe viel darüber erfahren, wie Besserung eintreten kann und welche Medikamente die Symptome lindern. Es war sehr informativ, wie man Ausbrüche der Krankheit vermeiden oder auch erkennen kann (...) Das einzig Negative bei dem Projekt finde ich waren diese Fragebögen (...) Ich würde jedem empfehlen, das Projekt zu machen, damit Vorurteile aus der Welt geschaffen werden."

(Beiträge von Schülern/innen der Berufsschule für Großhandels- und Automobilkaufleute, sowie der BS für Medienberufe, München)


„Beim ersten Besuch in einer Klasse im Rahmen des Schulprojektes war ich ziemlich aufgeregt, wie diese Veranstaltung wohl ablaufen würde. Nach ein paar einleitenden Sätzen, erhielt ich das Wort. Ich fing an aus meinem Leben mit Schwerpunkt auf meine Krankheit (schizophrene Psychose) zu erzählen. Ich gewann zunehmend an Sicherheit, nachdem ich merkte, wie aufmerksam die Schüler zuhörten. Bei den ersten Zwischenfragen der Schüler war das Eis schon gebrochen! Heute freue ich mich immer über einen Schulbesuch, weil ich mich immer mehr auch den schwierigeren Fragen gut gewachsen fühle und wir inzwischen ein gutes Team geworden sind. Ja, die Besuche bei den Schulklassen helfen mir, weil ich merke, dass das Interesse der Schüler echt ist und ich auf diese Weise noch an Selbstsicherheit gewinne und meine Vergangenheit nochmals aufarbeiten kann.“

Wulf-Peter Hansen, Mitarbeiter bei BASTA


„Ich bin seit dreieinhalb Jahren an Schizophrenie erkrankt. Vor zwei Wochen habe ich zum ersten Mal am sogenannten Schulprojekt der BASTA teilgenommen. Ich möchte dadurch helfen, Vorurteile über psychisch Kranke abzubauen. Als man mir mitteilte, dass ich über meine Erkrankung vor zwei Klassen frei sprechen sollte, war ich schon aufgeregt. Würde es mir gelingen, einen verständlichen Bericht über die so „verwirrte“ Phase meines Lebens zu geben? Wie fühlt es sich an, sich vor so großem Publikum zu outen? Besteht überhaupt Interesse bei den Jugendlichen? Diese Fragen stellten sich mir vor Beginn der Stunde. Meine Ängste sollten sich als unberechtigt herausstellen. Es bestand so großes Interesse, dass nach zwei Stunden immer noch Fragen der Schüler offen waren. Zu keinem Zeitpunkt vermittelten die Schüler mir das Gefühl, mich meiner Erkrankung schämen zu müssen. Sie gingen sehr respektvoll damit um. Ich glaube, dass diese Arbeit ein sehr wertvoller Beitrag zur Aufklärung über psychische Erkrankungen ist und werde sie deshalb gerne fortsetzen. Auch habe ich das Gefühl, dass es mir selbst hilft, die Krankheit besser zu bewältigen und aus einem distanzierten Blickwinkel noch einmal zu beleuchten, indem ich das Geschehen der Psychose zusammenfassend darstelle, so nach dem Motto, was ist da eigentlich passiert in dieser Lebensphase. Wichtig ist mir auch, dass psychisch Kranke nicht als verrückt abgestempelt werden. Ich hoffe, dass ich durch mein Auftreten dieses Vorurteil widerlegen kann und freue mich auf weitere Möglichkeiten, die Menschen über Schizophrenie aufzuklären.“

A.H., Mitarbeiterin bei BASTA